Datenquellen & Methodik

Eine phänologische Aussage ist nur so gut wie ihre Datengrundlage. Deshalb legen wir offen, woher die Zahlen kommen, wie sie verrechnet werden – und was wir nicht wissen.

Verwendete Daten

  • Temperaturreihen (Deutscher Wetterdienst)

    Tagesmitteltemperaturen seit dem 1. Januar des laufenden Jahres, berechnet aus den Stundenwerten der DWD-Messstationen (über Bright Sky). Grundlage der Grünlandtemperatursumme. Ersatzquelle bei Ausfall: Open-Meteo.

  • Geokodierung (Open-Meteo Geocoding)

    Umwandlung von Ortsnamen und Postleitzahlen in Koordinaten inklusive Höhenlage.

  • Reverse-Geokodierung (BigDataCloud)

    Zuordnung von Koordinaten zu Ort und Region, wenn du die Browser-Standortbestimmung nutzt.

  • Langjährige mittlere Eintrittszeiten

    Mittlere Eintrittstermine der zehn phänologischen Jahreszeiten in Deutschland als Referenzrahmen.

Wie wir herleiten

  1. 1Aus den Temperaturreihen wird die Grünlandtemperatursumme für deinen Standort berechnet.
  2. 2Der Zeitpunkt, an dem die GTS 200 überschreitet, wird mit dem langjährigen Mittel verglichen. Daraus ergibt sich eine Verschiebung in Tagen – vor oder hinter dem Mittel.
  3. 3Die Höhenlage verzögert die Entwicklung zusätzlich, überschlägig rund drei Tage je 100 Höhenmeter oberhalb von 200 m.
  4. 4Die mittleren Eintrittstermine der zehn Jahreszeiten werden um diese Verschiebung korrigiert. Die zuletzt erreichte Jahreszeit ist das Ergebnis.

Bestimmungsarten

  • Beobachtet

    Die Leitphase wurde regional tatsächlich beobachtet und gemeldet. Diese Stufe erreichen wir erst mit angebundenen Beobachtungsmeldungen.

  • Abgeleitet

    Die Phase wird aus Temperatur- und Klimadaten für deinen Standort abgeleitet. Das ist der Regelfall in der aktuellen Version.

  • Geschätzt

    Es liegen weder lokale Beobachtungen noch belastbare Wetterdaten vor. Dann sagen wir das ausdrücklich.

  • Was wir bewusst nicht tun

    • Wir setzen nicht Datum plus Postleitzahl gleich Jahreszeit.
    • Wir bestimmen nicht alle zehn Jahreszeiten allein aus der Grünlandtemperatursumme.
    • Wir erfinden keine fehlenden Werte und zeigen lieber eine Lücke als eine falsche Zahl.

    Geplant ist die Anbindung phänologischer Beobachtungsdaten des Deutschen Wetterdienstes (Climate Data Center). Sobald sie eingebunden sind, wird die Bestimmungsart für passende Standorte auf „beobachtet“ wechseln und die Confidence entsprechend steigen.